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Logo: KlimawandelIllustration
Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
Die Heizung der Erde
Warum das Klima so launisch ist
Ende eines langen Sommers
Die Erde funkt längst Signale
Was erwartet Sachsen?
Wer zu spät kommt, spürt die Folgen
Sieht so der künftige Winter aus?
Gesundheit: Durstlöscher gesucht
Kein Erdenfleck bleibt verschont
Kyoto-Protokoll: Zu brav für ein tonnenschweres Problem
Denke global, handle lokal
Kohle kann pessimistisch stimmen
Das Klima ist kostengünstiger zu haben
Fossiler Zündstoff
Energie im Überfluss
Wünschen Sie ein Happy End? Interview mit einem
Klimaforscher
Klimakapsel

Zitate

"Es stellt sich die Frage, ob die globale Erwärmung nicht schneller voranschreitet als gedacht."

Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, Universität Kiel

"Durch die Flutung der ehemaligen Tagebaue wurde der Grundwasserspiegel dramatisch gesenkt. Kommt hier von oben nichts, haben wir sowieso verspielt."

Bauer Roland Nuck aus Bergen bei Hoyerswerda in der LVZ vom 26. Juli 2006

"Natürlich fragen sich manche Bauern, ob bei diesen Klimaprognosen die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form in einigen Teilen Sachsens überhaupt noch möglich sein wird."

Reinhard Eggert, Geschäftsführer der Kreisbauernverbände Delitzsch und Torgau im September 2006. Die Region gehört zu den trockensten in Sachsen.

"Es ist für mich derzeit unvorstellbar, dass wir all unser Getreide künstlich bewässern. Das würde sich bei dieser Fläche ökonomisch nicht rentieren."

Reinhard Eggert, Geschäftsführer der Kreisbauernverbände Delitzsch und Torgau im September 2006

Wer zu spät kommt, spürt die Folgen

Das Klimasystem ist träge. So sind die Folgen des Kohlendioxid-Anteils, den unsere Großeltern erzeugt haben, erst heute zu spüren. Doch die Erderwärmung legt stärker an Tempo zu, als selbst Klimaforscher bislang erwartet haben. Das potenziert die Folgen.

Sachsenkarte

Blätter und Schoten dicht

Skeptiker des Klimawandels betonen, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre der beste Dünger für die Natur sei, da sie Kohlendioxid in Biomasse verwandelt. Je mehr CO2, umso mehr Biomasse, könnte man schlussfolgern - doch so einfach lassen sich Pflanzen nicht mästen. Je mehr Hitze, umso träger werden auch Pflanzen, die noch empfindlicher reagieren, wenn der Regen fehlt. In den vergangenen Jahren haben die Bauern in Nord- und Ostsachsen - den traditionellen Braunkohlenregionen - am häufigsten über Trockenheit und Missernten geklagt. Sie spüren den Regenmangel doppelt.

Gras

Bereits der Sommer 2003 war purer Stress für Pflanzen und Bauern. 17 Millionen Euro wurden von Bund und Land als Ausgleich für die sächsische Missernte gezahlt.

Was die Landwirtschaft erwartet:

Sachsen wird in diesem Jahrhundert von Trockenheit und Dürren geplagt. Der Regen fehlt vor allem in der Vegetationszeit. Die sächsische Landwirtschaft sucht daher nach Pflanzensorten, die Wärme vertragen und möglichst wenig Wasser verbrauchen.

Was Sachsen anbaut

Spielkarten

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Getreide - Die Wintergerste kann ihren Wasserdurst vor allem im Frühjahr stillen. Winterweizen und Roggen sind auf die Niederschläge ab Mai angewiesen - bleiben sie aus, sinken die Ernteerträge deutlich.

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Mais - Die Pflanze braucht weitaus weniger Wasser fürs Wachstum. Der Mais wird deutschlandweit vor allem zur Tierfütterung und für Biogas verwendet. Dass sich hieraus auch Tortillas und Maisbrei zubereiten lassen, hat sich hierzulande noch nicht durchgesetzt.

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Kartoffel und Zuckerrüben - Beide haben einen höheren Wasserbedarf als Weizen.

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Sonstiges - Gemüse, Obst, Raps und weitere Futterpflanzen usw.

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Hirse - Joker für die Zukunft? - Hirse wird in Sachsen derzeit nicht angebaut. Sie hat im Vergleich zum Mais den Vorteil, dass auch bei extremem Wetter die Ernte nie komplett ausfällt.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft: Sächsischer Agrarbericht 2005

Kartoffeln und Rüben werden bei der prognostizierten Hitze künftig nur noch mit zusätzlicher Beregnung wachsen. Das Grundnahrungsmittel Getreide, die häufigste landwirtschaftliche Pflanze in Sachsen, ist im Sommer durstig. Bislang zögert der Freistaat mit künstlicher Bewässerung. Grund sind die hohen Kosten: Der "Kunstregenpreis" liegt je nach Trockenheit bei 250 bis 500 Euro pro Hektar. Fraglich ist auch, ob sich in Dürrezeiten genügend Wasser finden lässt.


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