Tastaturkürzel / direkter Seitenaufruf

[Alt + 0] - Startseite
[Alt + 1] - Seitenanfang
[Alt + 8] - Seiteninhalt
[Alt + 9] - Kontakt/Impressum
Logo: KlimawandelIllustration
Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
Die Heizung der Erde
Warum das Klima so launisch ist
Ende eines langen Sommers
Die Erde funkt längst Signale
Was erwartet Sachsen?
Wer zu spät kommt, spürt die Folgen
Sieht so der künftige Winter aus?
Gesundheit: Durstlöscher gesucht
Kein Erdenfleck bleibt verschont
Kyoto-Protokoll: Zu brav für ein tonnenschweres Problem
Denke global, handle lokal
Kohle kann pessimistisch stimmen
Das Klima ist kostengünstiger zu haben
Fossiler Zündstoff
Energie im Überfluss
Wünschen Sie ein Happy End? Interview mit einem
Klimaforscher
Klimakapsel

Zitat

“Wir sehen entsetzt, dass Tausende von Afrikanern ihr Leben vor den Kanaren verlieren, geflohen aus nackter Existenzangst. Und wir liegen zu Hunderttausenden auf denselben Inseln und sonnen uns.“

Ex-Umweltminister Klaus Töpfer in der ZEIT vom 30. März 2006 auf die Frage: Rücken wir näher an Ressourcenkriege?

Ende eines langen Sommers?

Das Klima in unserem Zeitalter Holozän ist seit rund 10.000 Jahren eine Ausnahmeerscheinung: Es zeigt sich warm und relativ stabil, eine Art langer Sommer, den der Mensch zu nutzen weiß. Er wurde in diesem Zeitraum sesshaft, schuf seine Industrie, wurde hungrig nach Energie, die er mit fossilen Rohstoffen stillt.

Vom Menschen verursachte Treibhausgase

Vom Mensch verursachte Treibhausgase

Kohlekraftwerke

CO2 produziert der Mensch am häufigsten, weil er weltweit seinen Strom vor allem aus Kohle gewinnt. Der Anteil liegt bei 61 Prozent.

Kuh

Der Anteil an Methan (CH4) hat sich seit der Industrialisierung mehr als verdoppelt und beträgt 15 Prozent.

Landwirtschaft

Der Anteil an Distickstoffoxid/Lachgas (N2O) liegt bei 4 Prozent.

Verkehr, Ballungszentren

Mit seinem Industriesmog produziert der Mensch so genanntes troposphärisches Ozon Der Anteil beträgt 8 Prozent.

Spraydose

Auch FCKW und fluorierte Gase hat der Mensch erfunden. Sie zerstören die Ozonschicht der Stratosphäre, die den Planeten vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne schützen soll. Der Anteil liegt bei 12 Prozent.

(Quelle: Umweltbundesamt 2004)

Grillfest auf Erden

In den vergangenen 150 Jahren ist die Durchschnittstemperatur der Erde weltweit um 0,7° C gestiegen. Damit startete der Mensch das bislang größte Grillfest in der Geschichte des Planeten - er bläst jährlich 30 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Luft. Während Westeuropa anfangs den Klimawandel nur in geringem Maße spüren wird, könnten Orte, wie Spanien, in einigen Jahrzehnten unter der Hitze verbrennen. Länder in südlicheren Breiten trifft es noch härter. Doch kommt Zeit, kommt Klima. In ein paar Jahrzehnten bekommen auch wir die Hitze zu spüren - sie wandert gen Norden.

Mit Sicherheit verschärfen die Klimaextreme unser Leben deutlich: Wer in einem Industrieland lebt, wird künftig über die Strom- und Wasserkosten klagen und nach einer preisgünstigen Klimaanlage suchen. Das sind lösbare Zukunftssorgen. In anderen Ländern bleibt vielen nur die Flucht: Was die Flüchtlinge mitnehmen, ist das nackte Leben. Stellen Sie sich vor, es wäre umgekehrt: Sie könnten nicht mehr in Deutschland leben - es wäre zu heiß, zu trocken. Sie müssten andernorts um Asyl bitten. Was würden Sie tun, wenn man Sie abweist?

seit 10.000 Jahren

l

Vor 10.000 Jahren begann der Mensch, - aufgrund des stabilen Klimas - Dörfer und Städte zu gründen und von der Landwirtschaft zu leben. Trotz einer gewissen Klimastabilität gab es regionale Temperaturschwankungen. So mussten die Wikinger ihre Siedlungen auf Grönland wieder aufgeben, weil es zu kalt war.

um 1900

1900

Um 1900 beginnen die weltweiten Temperaturmessungen. Parallel hielt in jener Zeit die Industrielle Revolution von England kommend Einzug in Europa, das seine Industrie vor allem mit Kohle betrieb. Die nebligen London-Bilder des impressionistischen Malers Claude Monet haben möglicherweise ihren Grund im Industriesmog der viktorianischen Zeit, in der über London eine Dunstglocke hing. Den damaligen CO2-Anteil spüren wir an unseren heutigen Klimaschäden.

2002

2002

Im Sommer 2002 kam es an der Elbe zu einem "Jahrtausendhochwasser". Weltweite Statistiken belegen aber, dass extreme Wetterereignisse wie Tropenstürme; Überschwemmungen und Hitzesommer immer häufiger vorkommen. Die Sachschäden lassen sich in Zahlen bemessen, aber wie viel ist ein Menschenleben wert?

um 2100

2100

Steigt der CO2-Anteil weiter so dramatisch wie im 20. Jh. an, wird die Menschheit nicht nur Kriege um Rohstoffe, sondern auch um lebenswerte Räume führen. Möglich ist auch, dass immer mehr Menschen privat versuchen, den Klimawandel zu verhindern


nächstes Thema lesen
Bildungswerk Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. | klimawandel@weiterdenken.de | Seitenanfang | Seite drucken